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P-K021-Interview_Rabbiner_Ahrens3

P-K021-Interview-Sterben-und-Tod-im-jüdischen-Umfeld

Interview mit Rabbiner Jehoshua Ahrens

Teil 3

  • Die lange Trauerzeit und der Arbeitgeber. Viele arbeiten im jüdischen Umfeld, wo dies mitgetragen wird. Aber es ist bisweilen auch ein Wunsch für eine gesunde Trauer.
  • Kinder werden zur Teilnahme an einer Bestattung mitgenommen. Wohlwissend, dass hier nur noch die Hülle ist, der Verstorbene in der neuen Welt – so trauern wir eigentlich um unseren Verlust – und ums selbst.
  • Bei religiösen Menschen im Judentum spielt es keine Rolle, ob man ordiniert (Priester) ist oder nicht. Insofern ist für ihn die Frage, wie er zu einer privaten Beerdigung gehe – ob als der Private oder als der Rabbiner, keine wirkliche Frage.

–        Rabbiner Jehoschua Ahrens

  • Wilhelm-Glässing-Straße 26
    64283 Darmstadt
  • +49 6151 28897

http://www.lvjgh.de/gemeinden/details/8-Juedische-Gemeinde-Darmstadt/

P-K019 – Sterben und Tod im Jüdischen Umfeld 1v3

P-K019 – Sterben und Tod im Jüdischen Umfeld 1v3

Interview mit Rabbiner Jehoshua Ahrens,

 

Inhalt

  • Rabbiner Jehoshua Ahrens, Mitglied der orthodoxen Rabbinerkonferenz, Rabbiner in Darmstadt
  • Der Rabbi stellt sich vor
  • Im Blick auf das Sterben ist die Halacha (jahrtausende altes Jüdisches Gesetz) wichtig, es wird immer aktuell ausgelegt und ist sehr liberal.
  • Es gibt hier zwei Maxime: Die Heiligung des Lebens einerseits und die Lebensqualität andererseits. Starke Schmerzmittel sind erlaubt, um die Lebensqualität des Kranken zu verbessern. Das Sterben soll nicht künstlich verhindert werden, wenn der Sterbeprozess bereits begonnen hat.
  • Bisweilen setzt hier das Ringen am Lebensende ein. In der Beratung mit Arzt, Familie und Sterbendem ist der Rabbi auch eingebunden.
  • Wenn es ans Sterben geht, soll man das eigene Leben noch einmal Revue passieren lassen und die Vidui sprechen (Sündenbekenntnis). Wer das nicht mehr selbst kann, für den übernimmt das ein Priester. Ziel ist es, dass der dann Verstorbene in der neuen Welt neu anfangen kann. Wohlgemerkt, das ist gemeinsam bei den Orthodoxen. Die Säkularen haben dazu oft kaum noch ein Verhältnis.
  • Im Moment des Todes: Kerze entzünden – Spiegel verhängen. Die Totenwacht beginnt. Ziel ist eine sehr zeitnahe Bestattung – ggf. auch am gleichen Tag.
  • Während eine Obduktion für einen Orthodoxen nur im (angeordneten) Ernstfall denkbar ist, steht der Rabbiner und auch seine Kollegen einer Organspende positiv gegenüber.

 

 

–        Eine Aussegnung wie im Christentum kennt das Judentum nicht.

–        Die Chewra Kadisha (Heilige Gemeinschaft – entweder aus Männern oder Frauen der Gemeinde) übernimmt die Leichenwaschung und koordiniert alles rund um die Beerdigung. Ein sehr angesehenes Amt.

 

 

Kontakt:

Rabbiner Jehoschua Ahrens

Wilhelm-Glässing-Straße 26
64283 Darmstadt

+49 6151 28897

–        http://www.lvjgh.de/gemeinden/details/8-Juedische-Gemeinde-Darmstadt/

 

P-K020 – Sterben und Tod im Jüdischen Umfeld – Teil 2

P-K020 – Sterben und Tod im Jüdischen Umfeld – Teil 2

Interview mit Rabbiner Jehoshua Ahrens,

 

Inhalt Folge 2

  • Ablauf einer jüdischen Beerdigung
  • Das jüdische Totengebet
  • Das letzte Geleit bis zum Einlassen ins Grab
  • Kria – Einschneiden der Kleidung vor Trauer
  • HaKaddish – Das Trauer und Lobgebet
  • Die nahestehende Trauergemeinde
  • Schiwe – die ersten 7 Tage der Trauerzeit
  • Die ersten 30 Tage der Trauerzeit
  • Die Trauerzeit von 11 Monaten bei Eltern-/Kindschaftsverhältnis
  • Am Ende der Trauerzeit wird der Grabstein gesetzt

Rabbiner Jehoschua Ahrens

Wilhelm-Glässing-Straße 26
64283 Darmstadt

+49 6151 28897

http://www.lvjgh.de/gemeinden/details/8-Juedische-Gemeinde-Darmstadt/