Episoden

017-Interview-Sterben-und-Tod-katholisch-2

P-K017 – Interview mit Pfarrer Johannes Gans, katholische Klinikseelsorge Teil 2 von 3

Johannes Gans ist ein intensives Beerdigungsgespräch wichtig.
Vieles was dort gesagt wird, unterstützt ihn dabei in der konkreten Situation den Trauernden ein Wort der Hoffnung angesichts dieses Todes zu geben. Ein sehr anspruchsvoller wie auch dankbarer Dienst.
Erd- oder Feuerbestattung. Hier, so Pfarrer Gans, gibt es kirchlich keine ausschließenden Reglementierungen mehr. Die Menschen haben ein gutes Gespür dafür, was in ihrer Situation passt.

Allerdings ist eine Grabstätte als Ort der Trauer wichtig. Ein Ort, wo wir uns mit unseren Emotionen festmachen können. Ein Grab als ein heilsamer, heiliger Ort.

Pfarrer Gans unterstützt es, das Kinder bei einer Bestattung dabei sind, gleichsam als Ermöglichung eines eigenen Zugangs zum Tod. Ggf. aber in Begleitung von Erwachsenen.
Musik kann bei allem individuell sein. Das was dem Verstorbenen auch im Alltag Kraft und Lebenszuversicht geschenkt hat. Dazu gehören religiöse genauso wie traditionelle Schätze. Hierbei erinnert er sich im Besonderen an eine Trauerfeier mit dem „Lilienlied“ der Fans des SV98 (Darmstadt), welches eine wichtige Kraftquelle im Leben des Verstorbenen war.

Wichtig ist für Pfarrer Johannes Gans hier das Leben des Verstorbenen zu würdigen und in die Hand Gottes zurück zu geben.
Eine Beerdigung ist individuell und darf, wenn sie angemessen und authentisch ist, auch schön sein. Eine gute Trauerfeier eröffnet einen heilsamen Raum.
Nach der Bestattung gibt es häufig einen Beerdigungskaffee oder auch Leichenschmauß. Hier wird sich unter anderem an die guten aber auch die schwierigen Situationen mit dem Verstorbenen erinnert. Hier erlebt er auch, dass Familie oder nahe Freunde das Wort öffentlich ergreifen. Im Rahmen der vorhergehenden Bestattung wäre dies wahrscheinlich zu nah, zu belastend gewesen.
Dann schaut Pfarrer Gans in die nahe Zukunft, wenn alles wieder das erste Mal passiert, insbesondere Geburtstag und Weihnachten.

Zum weiteren Kontakt:
Pfarrer Johannes Gans
Katholische Klinikseelsorge am Klinikum Darmstadt
Grafenstraße 9
64283 Darmstadt
06151-107-5640

(c) Stefan Hund

 

P-K014_Interview_mit_Pfarrer_Wirth_evangelisch_Sterben_und_Tod

014 – Interview Pfarrer Dr. R. Wirth – Sterben und Tod aus evangelischer Sicht 1

In der Reihe „Sterben und Tod“ ist der Darmstädter Pfarrer Dr. Raimund Wirth mein Gesprächspartner. Das Interview erstreckt sich über die Podcastfolgen 14 und 15.

 

Kernsätze:

  • Wie sich ein evangelischer Mensch auf das Sterben vorbereitet. ist sehr unterschiedlich. Wichtige Faktoren sind neben der eigenen Religiosität auch die Wohnregion (Stadt/Land).
  • Auf dem Land ist das Thema präsenter, mit mehr Ritualen und Bräuchen. In der Stadt bereiten sich die Menschen so vor, wie sie auch sonst leben. Es gibt auch Menschen, die sich mit dem Thema gar nicht auseinander setzen, das ist genauso zu akzeptieren.
  • In der Sterbephase können eine Rolle spielen: Sterbebegleitung, Beichte, Hausabendmahl.
  • Im städtischen Kontext wird er als Pfarrer in der Regel dann gerufen, wenn der Arzt bereits den Totenschein ausgestellt hat.
  • Aussegnung, (Vgl. Podcastfolge 4)
  • Trauergespräch
  • Erd- oder Feuerbestattung
  • Bilder bei Bestattungen – Musik bei Bestattungen
  • Teilnahme von Kindern bei der Bestattung

Hier endet der erste Teil dieses Interviews

Zur Person:        Dr. Raimund Wirth

Pfarrer in der Evangelischen Paulusgemeinde Darmstadt (seit 2012)

Stellvertretender Dekan des Dekanates Darmstadt-Stadt

*1975, verheiratet, 3 Kinder

 

 

Kontakt:          Dr. R. Wirth, Paulusgemeinde Darmstadt, Niebergallweg 20
64285 Darmstadt  pfarrer.wirth@paulusgemeinde-darmstadt.de

Gottesdienste sind in der Darmstädter Paulusgemeinde sonntäglich um 10 Uhr. Auf der Gemeindehomepage (www.paulusgemeinde-Darmstadt.de) erfahren Sie, wer den Gottesdienst mit der Gemeinde feiert.

Mit der 11. Episode beginnt eine kleine Interviewreihe mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern verschiedener Religionen und Konfessionen zum Thema “Sterben und Tod”- ergänzt wird diese Reihe durch ein Gespräch mit einer freien Bestattungsrednerin. Die Reihenfolge der Podcasts entspricht der Reihenfolge der möglichen Terminvereinbarungen und bedeutet keinerlei Wertung.

Sehr bemerkenswert war für mich, die Spontanität aller Beteiligten, herzlichen Dank für die Bereitschaft und die herzliche, zugewandte Offenheit.

Alle Gespräche haben eine einheitliche Fragestruktur:

  1. Begrüßung und der Interviewgast stellt sich vor. Was bedeutet in seinem/ihrem Kontext Seelsorge?
  2. Wie bereitet sich ein Sterbender und ggf. sein Umfeld unter Berücksichtigung der jeweiligen Religion auf den Tod vor.
  3. Was passiert, wenn der Tod eingetreten ist?
  4. Die Bestattung
  5. Nach der Bestattung
  6. Persönliche Frage – Wie geht der Interviewgast als Professionelle/r mit einer privaten Trauersituation um? Trauern Professionelle anders?

Ausblick

Episode 11-13 – Muslimische Seelsorge – Songül Yasar, Salam e.V. Frankfurt

Episode 14-15 – Evangelische Seelsorge – Pfarrer Dr. Raimund Wirth, Darmstadt (5.11.17)

Episode 16-18 – Katholische Seelsorge – Pfarrer Johannes Gans, Darmstadt (November 17)

Episode 19-20 – Jüdische Seelsorge – Rabbiner Jehoshua Ahrens (November 17)

Episode 21-22 – Freie Bestattungen – Eva Neubacher ( November 17)

 

012-Interview_zu_Sterben_und_Tod_mit_muslimischer_Seelsorgerin

P-K012 – Sterben und Tod im muslimischen Kontext (2)

Songül Yasar, ehrenamtliche Klinik- und Notfallseelsorgerin Frankfurt, Stellvertretende Vorsitzende von Salam e.V. – Auf die Podcastfolgen 11-13 ist das rund 45 minütige Interview, welches ich Mitte August in Frankfurt geführt habe, verteilt. (Weitere Informationen über die Reihe siehe am Seitenende)

II. Der Tod ist eingetreten…
a. Songül Yasar hat die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Angehörige zunächst mit der Situation überfordert waren. Was ist wann und wie zu machen? Nach dem Tod und der Freigabe durch den Arzt (Totenschein) kann die rituelle Waschung beginnen. Aufschiebend könnten hierbei eine Organspende oder ein erwarteter wichtiger Besuch von weiter weg, ggf. Ausland ist angekündigt oder eben eine Überführung ins Ausland.
b. Die Waschung, eine religiöse Zeremonie mit eigenen Regeln, findet sehr zeitnah an die Grablegung statt. Es gibt spezielle Leichentücher für Männer und Frauen. Dann wird der Verstorbene an den Ort gebracht, wo die Grablegung stattfinden wird. Muslime haben alleine die Erdbestattung, andere Formen sind nicht erlaubt. Dort beginnt dann auch das Totengebet. Hier sollen so viele Trauernde kommen wie möglich und Fürbitte für den Verstorbenen halten.
c. Der Ort der Grablegung, viele aus Gründen der Heimat im Ausland, auch die Frage, wie lange hier in Deutschland ein Grabgelege liegen darf (20 Jahre plus) spielt eine Rolle. Wobei Songül Yasar den Trend zur Bestattung hier in Deutschland wahrnimmt.
d. Die Waschung des Toten ist zuerst Familiensache. Dabei werden in der Regel Männer von Männern gewaschen und Frauen von Frauen. Ausnahme sind die Ehepartner, hier darf zumindest die Ehefrau den Ehemann waschen. Darüber hinaus gibt es professionelle Totenwäscher. Da dies eine religiöse Zeremonie ist, sind auch keine Nicht-Muslime dabei. Diese Frage kommt beispielsweise bei nicht-Muslimischen Bestattern auf.
e. Muslimische Bestatter gibt es noch nicht so viele. Songül Yasar nennt das Institut Sabir in Neu-Isenburg. In der Praxis kann jedoch jeder Bestatter eine muslimische Beerdigung übernehmen, allerdings versteht es sich von selbst, dass dabei religiösen Vorschriften eingehalten werden. (Hinweis P-K009 – Interview mit dem Bestatter Michael Dechert, Darmstadt)

Interviewpartnerin: Songül Yasar
Salam e.V. Büro, Universitätsklinikum – Haus 1 Zi 12, Muslimische Seelsorge, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt, Deutschland – www.salamev.de
(c) Stefanhund.com

 

Mit der 11. Episode beginnt eine kleine Interviewreihe mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern verschiedener Religionen und Konfessionen zum Thema “Sterben und Tod”- ergänzt wird diese Reihe durch ein Gespräch mit einer freien Bestattungsrednerin. Die Reihenfolge der Podcasts entspricht der Reihenfolge der möglichen Terminvereinbarungen und bedeutet keinerlei Wertung.

Sehr bemerkenswert war für mich, die Spontanität aller Beteiligten,herzlichen Dank für die Bereitschaft und die herzliche, zugewandte Offenheit.

Alle Gespräche haben eine einheitliche Fragestruktur:

  1. Begrüßung und der Interviewgast stellt sich vor. Was bedeutet in seinem/ihrem Kontext Seelsorge?
  2. Wie bereitet sich ein Sterbender und ggf. sein Umfeld unter Berücksichtigung der jeweiligen Religion auf den Tod vor.
  3. Was passiert, wenn der Tod eingetreten ist?
  4. Die Bestattung
  5. Nach der Bestattung
  6. Persönliche Frage – Wie geht der Interviewgast als Professionelle/r mit einer privaten Trauersituation um? Trauern Professionelle anders?

Episode 11-13 – Muslimische Seelsorge – Songül Yasar, Salam e.V. Frankfurt

Episode 14-15 – Evangelische Seelsorge – Pfarrer Dr. Raimund Wirth, Darmstadt (5.11.17)

Episode 16-18 – Katholische Seelsorge – Pfarrer Johannes Gans, Darmstadt (November 17)

Episode 19-20 – Jüdische Seelsorge – Rabbiner Jehoshua Ahrens (November 17)

Episode 21-22 – Freie Bestattungen – Eva Neubacher ( November 17)

Episode 23 – Buddhistische Seelsorge NN. (November 17)

009Interview mit Michael Dechert Bestattungen (T3)

P-K 009 Interview mit Michael Dechert, Dechert Bestattungen – Teil 3

In den vorausgegangenen Episoden (P-K007-008) erzählte der Darmstädter Bestatter Michael Dechert von denjenigen, die ihre Bestattung (teilweise Jahrzehnte) im Voraus planen und von Menschen, die erst mit dem Eintritt des Todes eines geliebten Menschen mit dem Bestatter in Berührung kommen. Wenn der Totenschein durch einen Arzt ausgestellt ist, beginnen Michael Dechert und seine Mitarbeiter freundlich und zugewandt das professionell zu organisieren, was in dieser Situation zu tun ist – auf Wunsch auch über das Basisangebot hinaus.

Stichworte in dieser Folge:

  • Worin unterscheiden sich religiöse und nicht-religiöse Bestattungen?
  • Viele Verwandte von Kirchenmitgliedern haben keinen Kontakt mehr zur Kirche. Hier vermittelt Michael Dechert den Kontakt zu Darmstädter Pfarrerinnen und Pfarrer. Viele Angehörige sind positiv überrascht, wenn sie dann den zuständigen Pfarrer/Pfarrerin vor Ort kennenlernen.
  • Auch wenn 10-15% der Menschen ohne Verwandtschaft oder auch engere Bezugspersonen sterben, Michael Dechert versichert: Jeder wird bei seinem letzten Gang begleitet.
  • Kosten einer Bestattung
  • Am Geld scheitert keine Bestattung. Mit gutem Willen und einigem Geschick ist hier viel möglich – oft erleichtert das auch die Trauer.

Kontakt: Michael Dechert

DECHERT Bestattungen
Inhaber: Markus und Michael Dechert

Ludwigshöhstraße 46 – 64285 Darmstadt

Telefon: 06151 / 96810
Telefax: 06151 / 968120

Internet: www.dechert-Bestattungen.de
E-Mail: info@dechert-bestattungen.de

(c) stefanhund.com

Interview mit Michael Dechert Bestattungen – Teil 2

P-K008 Interview mit Michael Dechert, Dechert Bestattungen

– Teil 2

Im ersten Teil (P-K007) ging es um den ersten Kontakt mit Michael Dechert als Bestatter. Dies kann jeder entweder zu Lebzeiten machen oder eben seine Angehörigen, wenn er oder sie verstorben ist. Wenn der Tod eingetreten ist, muss ein Arzt den Tod feststellen und bestätigen…

In dieser Folge sind die Stichwörter

  • Wenn ein Mensch im Auslandsurlaub verstirbt
  • Michael Dechert und seine Mitarbeiter übernehmen das Projektmanagement für die Bestattung. Dazu gehören zu erst Absprachen mit dem Pfarrer/der Pfarrerin oder allgemeiner der Leitung der Bestattungsfeier und dem zuständigen Friedhofsamt, betreffen alles rund um die Bestattung, danach übernimmt er, wenn beauftragt, den Weg zu Ämtern und Versicherungen…
  • Gesetzliche und technische Rahmenbedingungen für eine Bestattung in Darmstadt
  • Michael Dechert arbeitet als mit allen Religionen zusammen. Dabei achtet er sehr darauf, dass diese ihre jeweiligen Riten durchführen können und auch das das Grab entsprechend ausgesucht und vorbereitet ist.
  • Erdbestattung oder Feuerbestattung. Die Feuerbestattung eröffnet viele Möglichkeiten.
  • Urne im Wohnzimmer

 

Kontakt: Michael Dechert

DECHERT Bestattungen
Inhaber: Markus und Michael Dechert

Ludwigshöhstraße 46 – 64285 Darmstadt

Telefon: 06151 / 96810
Telefax: 06151 / 968120

Internet: www.dechert-Bestattungen.de
E-Mail: info@dechert-bestattungen.de

(c) Stefanhund.com