Episoden

P-K014_Interview_mit_Pfarrer_Wirth_evangelisch_Sterben_und_Tod

014 – Interview Pfarrer Dr. R. Wirth – Sterben und Tod aus evangelischer Sicht 1

In der Reihe „Sterben und Tod“ ist der Darmstädter Pfarrer Dr. Raimund Wirth mein Gesprächspartner. Das Interview erstreckt sich über die Podcastfolgen 14 und 15.

 

Kernsätze:

  • Wie sich ein evangelischer Mensch auf das Sterben vorbereitet. ist sehr unterschiedlich. Wichtige Faktoren sind neben der eigenen Religiosität auch die Wohnregion (Stadt/Land).
  • Auf dem Land ist das Thema präsenter, mit mehr Ritualen und Bräuchen. In der Stadt bereiten sich die Menschen so vor, wie sie auch sonst leben. Es gibt auch Menschen, die sich mit dem Thema gar nicht auseinander setzen, das ist genauso zu akzeptieren.
  • In der Sterbephase können eine Rolle spielen: Sterbebegleitung, Beichte, Hausabendmahl.
  • Im städtischen Kontext wird er als Pfarrer in der Regel dann gerufen, wenn der Arzt bereits den Totenschein ausgestellt hat.
  • Aussegnung, (Vgl. Podcastfolge 4)
  • Trauergespräch
  • Erd- oder Feuerbestattung
  • Bilder bei Bestattungen – Musik bei Bestattungen
  • Teilnahme von Kindern bei der Bestattung

Hier endet der erste Teil dieses Interviews

Zur Person:        Dr. Raimund Wirth

Pfarrer in der Evangelischen Paulusgemeinde Darmstadt (seit 2012)

Stellvertretender Dekan des Dekanates Darmstadt-Stadt

*1975, verheiratet, 3 Kinder

 

 

Kontakt:          Dr. R. Wirth, Paulusgemeinde Darmstadt, Niebergallweg 20
64285 Darmstadt  pfarrer.wirth@paulusgemeinde-darmstadt.de

Gottesdienste sind in der Darmstädter Paulusgemeinde sonntäglich um 10 Uhr. Auf der Gemeindehomepage (www.paulusgemeinde-Darmstadt.de) erfahren Sie, wer den Gottesdienst mit der Gemeinde feiert.

Mit der 11. Episode beginnt eine kleine Interviewreihe mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern verschiedener Religionen und Konfessionen zum Thema “Sterben und Tod”- ergänzt wird diese Reihe durch ein Gespräch mit einer freien Bestattungsrednerin. Die Reihenfolge der Podcasts entspricht der Reihenfolge der möglichen Terminvereinbarungen und bedeutet keinerlei Wertung.

Sehr bemerkenswert war für mich, die Spontanität aller Beteiligten, herzlichen Dank für die Bereitschaft und die herzliche, zugewandte Offenheit.

Alle Gespräche haben eine einheitliche Fragestruktur:

  1. Begrüßung und der Interviewgast stellt sich vor. Was bedeutet in seinem/ihrem Kontext Seelsorge?
  2. Wie bereitet sich ein Sterbender und ggf. sein Umfeld unter Berücksichtigung der jeweiligen Religion auf den Tod vor.
  3. Was passiert, wenn der Tod eingetreten ist?
  4. Die Bestattung
  5. Nach der Bestattung
  6. Persönliche Frage – Wie geht der Interviewgast als Professionelle/r mit einer privaten Trauersituation um? Trauern Professionelle anders?

Ausblick

Episode 11-13 – Muslimische Seelsorge – Songül Yasar, Salam e.V. Frankfurt

Episode 14-15 – Evangelische Seelsorge – Pfarrer Dr. Raimund Wirth, Darmstadt (5.11.17)

Episode 16-18 – Katholische Seelsorge – Pfarrer Johannes Gans, Darmstadt (November 17)

Episode 19-20 – Jüdische Seelsorge – Rabbiner Jehoshua Ahrens (November 17)

Episode 21-22 – Freie Bestattungen – Eva Neubacher ( November 17)

 

007-Interview mit Michael Dechert Bestattungen – Teil 1

P-K007 Interview mit Michael Dechert, Dechert Bestattungen

Der Tod gehört zum Leben.

Auch wenn wir dieses lieber verdrängen, ist es hilfreich, sich zumindest einmal selbst mit dem Thema auseinander zu setzen. Das erleichtert vieles. Dem Bestatter kommt hier eine wichtige Aufgabe zu. Michael Dechert war spontan bereit zu einem Interview in dem Podcast „Neues aus der Klinikseelsorge“.  Michael Dechert, ein sehr freundlicher Mensch mit einigen Lachfalten, führt gemeinsam mit seinem Bruder die Darmstädter Pietät in dritter Generation.

Ich habe das Gespräch, was rund eine Stunde dauert, auf vier Episoden (P-K007-P-K010) von jeweils rund 15 Minuten aufgeteilt. Das erschien mir bei einem solch emotionalen Thema angemessen.

 

  • Michael Dechert stellt sich persönlich vor.
  • Wie kommt der Erstkontakt mit dem Bestatter zustande.
    • Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
      • Die einen regeln vorausschauend für den irgendwann eintretenden Tag ihres Ablebens. Dann ist alles, bisweilen zur Übergabe der ausgekehrten Wohnung besprochen und auch finanziert.
      • Die anderen kommen mit dem Bestatter erst nach dem Ableben ihres Verwandten oder Freundes in Kontakt. Häufig auf Empfehlung, vielfach war Dechert-Bestattungen aber auch schon in der Generation davor in dieser Familie der Begleiter zum Friedhof. Diese gute Erfahrung wird dann an die nächste Generation weitergegeben.
  • Im Angesicht des Todes
    • Jeder der verstorben ist, war für mindestens einen anderen Menschen ein sehr wichtiger Mensch – in diesem Sinne begleitet der Bestatter diesen auch sehr würdig auf dem Weg zum Grab.
    • Dechert beschreibt die Schritte, die dazu gegangen werden müssen. Der erste wichtige Schritt ist die ärztliche Totenbescheinigung. Besonders geht Michael Dechert auf die Situation ein, wenn hier das Kreuzchen bei der Todesursache auch bei ungeklärt steht.
    • Sterbesituationen, wenn der/die Verstorbene eben nicht „alt und lebenssatt“ abends im Bett eingeschlafen sind. Wie geht er selbst damit um, wie kann er mit seinen Kenntnissen in Thanato-Praxie die Angehörigen beim Abschiednehmen unterstützen.

 

Kontakt: Michael Dechert

DECHERT Bestattungen
Inhaber: Markus und Michael Dechert

Ludwigshöhstraße 46 – 64285 Darmstadt

Telefon: 06151 / 96810
Telefax: 06151 / 968120

Internet: www.dechert-Bestattungen.de
E-Mail: info@dechert-bestattungen.de

(c) Stefanhund.com

Zeit haben und einen heiligen Raum öffnen – Kirchenpräsident Dr. Volker Jung im Interview

006 – Interview mit Pfarrer Dr. Dr. h.c. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

„Zeit haben und einen heiligen Raum öffnen“

Kernpunkte:

  • In seinem eigenen Dienst als Pfarrer war es Volker Jung wichtig mit einer großen Freiheit – und eben nicht vorgegebenen Antworten oder Schablonen auf die Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige zuzugehen. Eben zu fragen: „Was tut Dir gut…“?
  • Klinikseelsorge signalisiert: Wenn Du willst, bin ich für Dich da.
  • Grüne Damen bzw. Herren – ein unschätzbarer Dienst

  • Klinikseelsorge kommt und hat ZEIT
  • Wenn Klinikseelsorge zur Heilung beträgt ist das gut
  • Seelsorge ist Gespräch, Gebet und Segen. Der Segen ist ein gottesdienstlicher Moment in diesem Besuch
  • Die Medizinische Entwicklung ermöglicht uns, Menschen zu helfen, wo das früher nicht möglich war. Klinikseelsorge ist ein Teil des lernenden Feldes, gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten,  Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegepersonal und natürlich den Angehörigen. Dann kann das Gespräch mit einer Seelsorgerin – einem Seelsorger ausgesprochen hilfreich sein, gerade wenn Menschen sagen:”mir ist es wert auch gerade diese christliche Perspektive mit zu bedenken.”
  • Klinikseelsorgerinnen und Seelsorger sind in vielen Kliniken Mitglied des Ethik-Gremiums. Die christliche Perspektive wird hier eingetragen als eine Hilfe zur Entscheidungsfindung.
  • Die zukünftigen Herausforderungen in der Klinikseelsorge: Vieles ist hier in Bewegung. Kirchlich gesehen ist eine stärkere Vernetzung zwischen Klinikseelsorge und Kirchengemeinde nach der Entlassung aus der Klinik wünschenswert.
  • Begleitung der Angehörigen, wenn ein Mensch im Krankenhaus verstorben ist. Ein besonderer Abschiedsraum für Angehörige aller Religionen ist wünschenswert.
  • Dr. Jung ist dankbar für den Dienst der Seelsorgerinnen und Seelsorger in den Kliniken, “weil das eine ausgesprochen wichtige Aufgabe ist.”

 

Kontakt:

Pfarrer und Kirchenpräsident der EKHN

Dr. Dr. h.c. Volker Jung

Paulusplatz 1

64285 Darmstadt

kirchenpraesident@ekhn.de

Aufnahmetermin am 2.10.2017, 14.30 in der Kirchenverwaltung