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P-K-028 -Neues aus der Klinikseelsorge-trifft-Dr-E-v-Hirschhausen

P-K-28-Neues aus der Klinikseelsorge trifft Dr. Eckart von Hirschhausen

Humor und Klinikseelsorge sind im Krankenhaus wichtige Faktoren im Blick auf die Begleitung der Patienten.

Mit dem Jahreswechsel 2017 auf 2018 geht das Projekt „Neues aus der Klinikseelsorge“ als Studienprojekt zu Ende. Aber keine Sorge –      der Podcast geht im 2-wöchigen Turnus weiter.

Dr. Eckart von Hirschhausen ist für mich der Meister des Humors im Blick auf Gesundheit. Und so habe ich ihn um ein Interview gebeten. Ich erhielt von ihm eine freundliche Unterstützungsmail und das Angebot frei aus seinen CD-Veröffentlichungen ein fiktives Interview zusammenzustellen, welches ich ihm nach Veröffentlichung zusende. Herzlichen Dank – auch gerade für dieses Vertrauen!

Eines seiner großartigen Projekte ist die Stiftung „Humor hilft Heilen“. Vor 10 Jahren starteten hier die Clowndoktoren für Kinder. Heute erreichen er und seine zahlreichen Mitstreiter damit Kranke jeglichen Alters und macht etwas, was „Deiner Seele GUTtut“.

Themen in diesem fiktiven Interview, was ich sehr gerne live mit Dr. v. Hirschhausen geführt hätte – vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung ? sind:

1. Humor hilft heilen – wie auch die Klinikseelsorge – machen den Patienten spezifische Angebote – die Auswahl trifft der Patient.
2. Manchmal ist es genau das Überraschungsmoment, welches bei Patienten eine Verbesserung ihrer Situation auslöst
3. Wir sehen die Welt nicht so wie sie ist – sondern wie wir sind. Und hier können wir etwas tun…
4. Wunder kann sowohl der Pfarrer als auch der Mediziner erleben.
5. Heilung kommt nicht nur aus den Operationen und den verabreichten Medikamenten, sondern auch aus Nähe, Zeit haben, Wohlwollen und auch aus Glaube, Hoffnung und Liebe – inklusive Gebet und Segen.

Mehr Informationen über Dr. Eckart von Hirschhausen finden Sie, in allen seinen Veröffentlichungen, oder auf seinem Internetportal.

Die Stiftung findet sich unter www.humorhilftheilen.de, hier haben Sie auch eine Spendenmöglichkeit.

„Neues aus der Klinikseelsorge“ wünscht Ihnen und Ihren Lieben ein gesundes und gesegnetes 2018

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihr
Stefan Hund
© Stefanhund.com 2018

001 – Nein ist eine legitime Antwort – Hörsturz

Nein ist eine legitime Antwort

001 – Nein ist eine legitime Antwort – Hörsturz

Kernaussagen

• Wenn Ärzte bei einem Patienten einen Hörsturz diagnostizieren, ist in der Regel Ruhe nötig, um wieder in die Balace zu kommen.

Mit Infusionen helfen die Ärztinnen und Ärzte in aller Regel sehr wirksam. Oftmals sind die Betroffenen nach 5-7 Tagen wieder in ihrer gewohnten Umgebung.

• Als Seelsorger in der Klinik erlebe ich in den Gesprächen mit Patientinnen und Patienten:

Ihre  Lebensgeschichten, die ich erzählt bekomme, folgen bei allem Unterschiedlichem, häufig einem wortgewaltigen Kommunikationsmuster. Der jeweilige Wortfluss, so er einmal begonnen hat und der bisweilen in einen Redeschwall münden kann, ist oft nicht so einfach zu unterbrechen.
Als Zuhörer merke ich bereits an mir selbst, dass ich innerlich vor dieser oft unbegrenzten Wortgewalt mindestens einen Schritt zurückgehe. Bereits nach wenigen Minuten ziehen diese Gespräche deutlich Energie. “Komm, wie Du bist” – ist für mich der grundlegende Start eines Seelsorgekontaktes. Ich überlege, wenn ich mir selbst den ganzen Tag zu hören würde, wenn ich in die Haut meines Gegenübers geschlüpft wäre…

• „Ich – oder auch meine Seele – kann dies nicht mehr hören“.

Und auf einmal reagieren Körper und Seele. In Luther-Deutsch einer Bibel von 1899: Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden? (Evangelium nach Markus 8,36)

Überlege bei jedem JA, was Du einem anderen gibst, ob es nicht ein NEIN gegenüber Dir selbst ist.

• Bisweilen gibt es auch das „das Bedingte Ja zu sich selbst“. Wenn ich dieses oder jenes gemacht oder geleistet habe, möglicherweise in dieser oder jener Menge oder Qualität, dann bin ich ok – vielleicht kann ich dann auch „ja“ zu mir sagen?!?
• Als evangelischer Christ und Klinikpfarrer rufe ich meinem Gegenüber die (seine?) Taufe in Erinnerung. In der Taufe, so sagt es das Christentum, wird das JA Gottes, das unverfügbare, das unbedingbare Ja Gottes zum Getauften sichtbar.
Dein JA zu Dir ist bereits gesprochen und ist gültig
• Die biblischen Geschichten von der Taufe Jesu erzählen, dass aus dem Himmel mit einer Taube verbunden eine Stimme kommt: Du bist mein geliebter Sohn – ich ergänze meine geliebte Tochter – an Dir habe ich Wohlgefallen – so nennt es die (Übersetzung nach Martin Luther). Das ist das bedingungslose JA, was ich mir weder verdienen kann noch könnte.
• Die Taufe ist der auf der Seite Gottes unverbrüchliche Bund mit diesem besonderen Menschen, mit diesem Getauften. Das volle JA ist bereits da, jetzt lohnt es sich für den Einzelnen dieses in Vergessenheit geratene Wissen wieder in das persönliche Leben hinein zu holen und Stück für Stück einen neuen Weg zu gehen. Auf diesem Weg lohnt es sich weiter zu gehen.