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P-K-31 – Interview mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink – Teil 2

„Seelsorge muss dahin gehen – dort sein, wo es schmerzt und weh tut“ und das sind existentielle Krisen. Hier wird Seelsorge gebraucht und gefragt, das ist in der Klinikseelsorge nicht anders.

Für viele Soldaten macht folgende Beschreibung einen guten Militärgeistlichen aus: Es braucht den „Menschen mit dem offenen Ohr, der mich nicht beurteilt, der nicht in der Berichtspflicht steht und mit dem das Gespräch absolut vertraulich ist.“

In Seelsorge und Verkündigung stehen die Militärgeistlichen unter dem Schutz des Militärbischofs. Die im (kirchlichen) Seelsorgegeheimnis liegende besondere Qualität wird auch von Seiten des Verteidigungs-Ministeriums anerkannt, auch wenn es immer wieder zu Konflikten kommt.

Von Seiten der evangelischen Militärseelsorge gibt es PTBS-Trauma-Hilfe sowohl für die Soldaten als auch für deren Familien. Etwa 1.000 Personen werden hier jährlich begleitet. Auch hier gilt: „Wer Hilfe braucht, bekommt sie.“ Näheres erfahren Interessierte über ihren Standortpfarrer. Eröffnet Militärseelsorge Soldaten aus den östlichen Bundesländern eine Tür zu Glaube und Kirche? Der Pfarrer begleitet die Menschen auf Grund ihrer Bedürfnisse, die Frage nach der Kirchenzugehörigkeit ist nachrangig.
Militärseelsorge wird entsprechend der freien Religionsausübung angeboten. Damit ist mittelfristig auch politisch die Frage nach muslimischer Militärseelsorge für die rund 1.500 Soldaten gestellt.

English Summary:
P-K-31

“Pastoral care has to go where it hurts, where the pain is” and these are existential crisis. Here pastoral care is needed – like in pastoral care in clinics. For soldiers the main feature of a military chaplain is: having a sympathetic ear, not judging and treating all conversations confidential.

In pastoral care and propagation all military chaplains act under legitimate protection of the military bishop and the ordained ministry and are not subordinated to the hierarchical structure of the Ministry of Defence. The quality of military pastoral care comes from the absolute pastoral secrecy although that causes conflicts frequently.

The protestant military pastoral care offers a posttraumatic stress disorder aid. They give spiritual counsel to more than 1.000 persons a year. It counts: “Someone who needs help will get it!” Interested parties get further information from their garrison chaplain.

Does military pastoral care open a door to faith and church for former East-Germans? The chaplain is taking care for all people who desire it. The membership in the church is secondary. Military pastoral care is being offered independently from religious observance. The question to offer it also for Muslims is present.

(C) Stefanhund.com

Kontakt


Der Evangelische Militärbischof
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
Dr. Sigurd Imanuel Rink
Jebensstraße 3
10623 Berlin
Internet: http://www.militaerseelsorge.bundeswehr.de
Email: heike.stenzel@hesb.de

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